Jeder, der schon einmal etwas Zeit mit der Pflege eines Gartens verbracht hat, kennt den ewigen Kampf gegen das Unkraut…

Was viele jedoch nicht wissen ist, dass es dabei besonders auf Pflanzenkunde, vorbeugende Maßnahmen und die richtige Unkrautbekämpfung ankommt.

 

Natürliche Unkrautbekämpfung im Rasen

Unkrautbekämpfung Im RasenOrganische Herbizide eignen sich gut, um Unkraut ohne Chemikalien zu bekämpfen. Maisgluten ist beispielsweise bekannt für die gute Bekämpfung von Unkrautwachstum im Vorstadium.

Essig wiederum bekämpft Unkraut nach dem Sprießen und wirkt destiliert noch effektiver.

Organische Herbizide sind nicht selektiv, das heißt, sie töten alle Pflanzen, die sie berühren. Daher gilt: Sie müssen organische Herbizide direkt auf das Unkraut auftragen, ansonsten schaden Sie Ihren Pflanzen.

Erboden-Solarisierung ist auch eine gute Methode, Unkrautwachstum ohne Chemikalien zu vermindern…

Bei der Erdboden-Solarisierung muss das komplette Stück umgegraben werden (Wurzeln und Pflanzen entfernen, dann Fräsen). Der Boden, mit dem Sie arbeiten, sollte sauber, feucht und geharkt sein, um alle Wurzeln und scharfen Objekte zu entfernen. Anschließend spannen Sie eine transparente Plastikfolie über das komplette Stück und belassen es so für die nächsten 4-6 Wochen. Die Sonne wird den Boden quasi „Auskochen“ und dadurch jegliches Unkraut vernichten.

Organische Mulche sind ein guter, organischer Dünger…

Mulche entstehen durch organischen Kompost (Blätter, Essensreste, geschnittenes Gras, etc). Legen Sie schweren Mulch zwischen Herbst und Winter aus und Sie werden das Unkrautwachstum deutlich eindämmen. Mulche sind besonders effektiv, wenn sie mit Unterlegmatten kombiniert werden.

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„Landscaping“ kann Unkraut im Keim ersticken

Säubern Sie das Land, mit dem Sie arbeiten, von jeglichen Pflanzen und Wurzeln. Hier können Sie auch auf die Erdboden-Solarisierung zurückgreifen, um noch nicht gesproßenes Unkraut abzutöten.

Danach können Sie spezielle Unterlegmatten mit unterschiedlicher Porengröße einsetzen, um den Boden, mit dem Sie arbeiten, von der Erde abzuschirmen. So haben Sie viel mehr Kontrolle.

Eine gute Nährstoffsättigung kann das Unkrautwachstum stoppen

Viele Gärtner übersehen, dass die obersten 10cm des Bodens meistens dafür sorgen, dass zu wenig Luft, Wasser und Nährstoffe in den Boden fließen. Dies wirkt sich leider ziemlich förderlich auf das Unkrautwachstum aus.

Die Lösung ist simpel:

Man hebt kleine Löcher aus, die dazu dienen, auch tiefere Schichten des Bodens mit Nährstoffen zu versorgen. Unkrautarten wie Fingerhirse, Sternmiere und Wegerich florieren wunderbar in dichtem Boden. Durch das sättigen des Bodens können Sie dem entgegen wirken und gleichzeitig die Gesundheit Ihrer Pflanzen verbessern.

Regelmäßiges Düngen wird helfen, Unkraut loszuwerden,

während es Ihren Pflanzen beim Wachsen hilft. Es ist sehr wichtig, den Garten oder den Rasen regelmäßig zu düngen.

Wenn Sie Ihr Gras und Ihre Pflanzen während den Zeiten düngen, in denen sie am meisten wachsen, werden die Pflanzen noch größer und dies lässt im Umkehrschluss weniger Platz für das Unkraut.

Das Düngen während den Ruhezeiten ist allerdings schlecht, weil es sich positiv auf das Unkrautwachstum auswirkt und gleichzeitig die Ruhephasen Ihrer Pflanzen unterbricht. Sie können zwischen natürlichem Dünger (z. B. Kompost oder Naturdünger aus dem Handel) und chemischen Düngern, die meistens schon Herbizide, die nur die Samen von Unkraut angreifen, enthalten, wählen.

Häufiges Rasenmähen mindert das Unkrautwachstum

Wenn Sie Ihren Rasen stets auf der empfohlenen Normhöhe von etwa 2.5 cm halten wird er nicht nur gut aussehen, sondern auch gleichzeitig weniger Unkraut beherbergen. Das Unkraut hat durch das Rasenmähen weniger Zeit zum Wachsen und Vermehren.

Sammeln Sie das geschnittene Gras ein, wenn Ihr Rasenmäher es ohnehin nicht schon tut, um die Verbreitung von Samen zu vermeiden und weitere Unkrautbekämpfungsmaßnahmen zu erleichtern.
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Unkrautbekämpfung mit Herbiziden

Chemische Herbizide lassen sich in jedem Bau- oder Gartenmarkt erwerben und sind sehr leicht einzusetzen…

Das heißt allerdings noch nicht, dass sie auch die beste Lösung sind. Chemische Herbizide enthalten viele, meist giftige, Stoffe die schwere Gesundheitsschäden hervorrufen können. Herbizide MÜSSEN gut kontrolliert verteilt und aufbewahrt werden.

Vorsicht: Jeglicher Kontakt mit dem Herbizid kann auch schwere Schäden an Ihren Pflanzen verursachen. Viele Herbizide werden in Sprühflaschen verkauft, um sie schnell auf die unerwünschten Pflanzen auftragen zu können.

Tipps für den sicheren Umgang mit Herbiziden:

  • Sprühen Sie niemals, wenn es windig ist. Der Wind kann das Herbizid auf Menschen und andere Pflanzen übertragen.

  • Verwenden Sie Herbizide nur an Stellen, die Kinder und Tiere nicht erreichen können.

  • Tragen Sie Herbizide nur auf bereits bepflanzte und gut ausgewachsene Stellen auf. Neue Pflanzen könnten sonst beschädigt werden.

  • Verschließen Sie die Herbizidflaschen gut und bewahren Sie Unkrautvertilger nur an Stellen auf, die Kinder und Tiere nicht erreichen können

  • Benutzte Herbizide müssen auf sichere Art und Weise entsorgt werden (meistens auf dem Etikett beschrieben)

  • Nach der Verwendung von Herbiziden sollten Sie sich und Ihre Kleidung gründlich waschen

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